13. Mai 2026

Gerechte Medizin für alle!

Unsere zweite Ausgabe der HORIZONT Dialogreihe am 7. Mai hat uns wieder mit einigen echten Aha-Momenten erhellt, wie unsere Moderatorin Tina Gentner so schön sagte. Gemeinsam mit Dr. Mertcan Usluer und Christina Pingel haben wir über den Gender Health Gap gesprochen. Das Fazit des Abends: Medizinische Versorgung muss für alle da sein.

Besonders bewegt hat uns der persönliche Einblick von Christina Pingel. Ihr Herzleiden blieb über Jahre unerkannt, eine notwendige Operation wurde verschoben, weil medizinische Abläufe den weiblichen Zyklus nicht ausreichend berücksichtigten. Das macht deutlich: Das Problem ist nicht individuell, sondern strukturell.

Dr. Mertcan Usluer betonte wie wichtig geschlechtersensible Medizin in Ausbildung, Forschung und Praxis ist. Die medizinische „Normperson“ orientiert von Forschung bis hin zur Behandlung an einem männlichen, weißen Cis-Körper. Die Folge: Frauen, FLINTA, queere Menschen oder Menschen mit Behinderungen erfahren häufiger Benachteiligung bei Krankheit, Diagnostik und Therapie. Gerechte Gesundheitsversorgung darf niemanden ausschließen und vor allem darf sie kein Privileg sein.

Für HORIZONT ist das Thema deshalb relevant, da Frauen und Kinder in Notsituationen oft unter den strukturellen Hürden in der Gesundheitsversorgung leiden. HORIZONT eröffnet im Herbst 2026 ein neues Haus mit integriertem „Haus für Gesundheit und Therapie“.

Danke an alle Gäste, Speaker*innen und Unterstützer*innen für diesen wichtigen Abend. Und ein großes Danke an BECC Agency, Staber und das Team vom ISARWINKEL für den besonderen Raum für Austausch, Diskussion und Sichtbarkeit.